Nabobs muss sterben weil sein Weinberg der Gemüsegarten des Königspalastes werden soll.
Gerade hat Elia dem König Ahab und dem ganzen Volk Israel am Berg Karmel gezeigt, wer der Gott der Israeliten ist. Nämlich der Gott, der das Volk aus Ägypten geführt hat, und bei ihnen ist. Die Götter Baal und Aschera, die die Prinzessin Isebel aus ihrem Heimatland mitgebracht hatte, hatten beim Wettstreit verloren. Doch es war nicht so, dass Elia nun nichts mehr zu tun hätte. Ahab war ein König, der immer wieder versuchte, die Gebote von Gott zu umgehen. Und Isebel an der Seite des Königs hatte auch wunderbare Ideen, was man als König und Königin so alles machen könnte - ohne Gottes Gebot zu achten. Immer wieder musste Elia hingehen und Ahab erklären, was Gott wollte. Das fand Elia nervig - und der König auch.
Und dann trug sich folgende Geschichte zu:
Nabot besaß einen Weinberg, der gleich neben dem Palast des Königs lag. Königin Isebel hatte so ihre eigenen Träume, was man anstatt des Weinbergs da so machen könnte. Sie hatte von anderen Königen gehört, dass sie sich einen Gemüsegarten angelegt hatten. Das fand sie eine super Idee. Eigenes frisches Gemüse aus dem eigenen Garten, frisch auf die königliche Tafel. Das wäre doch eine tolle Sache. Und Isebel brachte ihren Wunsch vor Ahab. Der schaute bedenklich drein und sagte: "So einfach ist das nicht. Der Weinberg ist das Eigentum von Nabot." Isebel schaute Ahab griesgrämig an: "Man, Ahab, du bist hier der König. Wenn du den Weinberg willst, was soll Nabot dann machen. Befiehl es einfach." Ahab schüttelte den Kopf: "So einfach geht das in Israel nicht, Isebel, wir haben alte Gesetze und Gebote, die sich auf Gott berufen! Doch ich werde mal mit Nabot reden."
So ging Ahab zu Nabot und bat ihn um den Weinberg: "Nabot gib mir deinen Weinberg, ich will einen Gemüsegarten neben meinem Königspalast anlegen lassen. Ich gebe dir dafür einen besseren Weinberg, oder wenn es dir lieber ist, zahle ich dir auch einen guten Preis." Nabot schüttelte den Kopf: "Ich werde dir den Erbbesitz meiner Vorfahren, den Weinberg, den ich von ihnen geerbt habe, nicht hergeben. Das ist doch bei uns im Land so üblich, das weißt du doch."
Wütend ging Ahab heim. Er schmiss sich in sein Bett und verzichtete auf sein Essen. Isebel merkte, dass mit Ahab etwas nicht stimmte und schaute nach ihm. "Was ist denn los?", fragt sie ihn: "Warum bist du so schlecht gelaunt?"
Ahab erzählte ihr von dem Gespräch mit Nabot. Isebel hörte sich alles an und dann schüttelte sie den Kopf: "Du bist doch der König von Israel! Du hast doch hier die Macht! Komm, steh auf und lass es dir gut gehen. Ich kümmere mich um den Weinberg. Den beschaffe ich uns!"
Gleich machte sich Isebel an Werk. Sie benutzte das königliche Siegel und schickte einige Briefe an einflussreiche Männer. Ihr Ziel war es, Nabot zu beseitigen. Sie hatte sich einen bösen Plan ausgedacht. Es sollten zwei Zeugen - das war damals Vorschrift - behaupten, dass Nabot Gott und den König verflucht hatte. Wenn zwei Zeugen das übereinstimmend aussagten, dann musste Gericht über Nabot gesprochen werden und das Urteil war dann immer: Tod durch Steinigung.
Es kam so, wie Isebel sich das ausgedacht hatte. Die einflussreichen Männer taten Isebel gerne den Gefallen. Und nach geraumer Zeit erhielt Isebel die Nachricht: "Nabot ist tot, er wurde gesteinigt."
Freudig ging Isebel zu Ahab: "Komm, freu dich, Ahab. Wir können nun den Weinberg von Nabot haben. Er ist tot. Der Weinberg wird ein wunderbarer Gemüsegarten. Ich freue mich schon darauf."
Das machte sich Ahab auf den Weg zum Weinberg, um ihn in Besitz zu nehmen.
Das alles hatte Gott natürlich mitbekommen. Da musste er wieder Elia einsetzen. Elia musste Ahab mal wieder Gottes Vorstellungen vom Zusammenleben erklären. Also erhielt Elia den Auftrag von Gott, zu Ahab zu gehen, geradewegs in Nabots Weinberg.
Elia fand Ahab also im Weinberg. Er sprach ihn ohne Umschweife sofort an: "So spricht Gott, der Herr, du Ahab hast gemordet! Und jetzt willst du dich auch noch am Weinberg bereichern? So spricht Gott: Da wo die Hunde das Blut vom gesteinigten Nabot aufgeleckt haben, da werden sie dann auch dein Blut auflecken."
Ahab war ärgerlich: "Na, Elia, mein Feind! Hast du mich gefunden?"
"Ja, Ahab, ich habe dich gefunden!", erwiderte Elia. "Du hast dich selbst in die unglückliche Lage gebracht. Du hast zugelassen, dass getan wurde, was Gott verurteilt. Gott wird dich und Isebel nicht ungestraft lassen. Ihr werdet einen schlimmen Tod sterben."
Elias Worte haben Ahab schwer beeindruckt. Sie haben ihn in seinem Herzen erreicht. Er hüllte sich in ein Trauergewand und fastete. Er lief bedrückt herum. Da hatte Gott Erbarmen mit ihm. Zu Elia sagte er: "Ich habe gesehen, wie Ahab sich vor mich verbeugt hat und Reue gezeigt hat. Ich werde nicht gleich geschehen lassen, was du ihm gesagt hast. Das alles soll erst geschehen, wenn er nicht mehr König ist, sondern sein Sohn.
Nächste Woche erzähle ich dir die letzte Geschichte von Elia, dem König Ahab und seiner Frau Isebel. Ob Gott wahr macht, was er Elia hat ausrichten lassen?
1. Kön 21
15.3. 2025