Das Ende der Elia Geschichte.
Elia hat ein langes Leben hinter sich. Er ist alt und müde geworden.
Oft sitzt er und schaut vor sich hin. Er erinnert sich dann, wie sein Prophetenleben begann. Damals als Baal und Aschera zusammen mit Isebel nach Israel kamen. Damals als er zum König Ahab ging und ihn darauf aufmerksam machte, dass es in Israel einen einzigen Gott gibt, der Gott, der die Israeliten aus Ägypten in die Freiheit geführt hatte und ihnen auch jetzt zur Seite steht.
Das war der Anfang einer langen Geschichte. Elia musste dem König von Gott ausrichten, dass es eine lange Dürre geben wird. Ahab war so erbost, dass er mit allen Mitteln Elia verfolgte. Er wollte ihn töten. Doch Gott schickte Elia in ein tiefes Tal. Dort hatte er lange Zeit frisches Wasser und die Raben, von Gott, brachten ihm täglich Fleisch und Brot. Doch dann trocknete auch dieser Fluss aus. Elia ging, wie immer unbemerkt, durch das Land ins Nachbarland. Dort fand er Unterschlupf bei einer Witwe und ihrem Sohn. Gott hatte der Witwe versprochen, dass in ihrem Mehltopf das Mehl nicht ausgeht, wenn sie Elia aufnimmt und im Ölkrug immer Öl sein wird. So war es dann auch.
Und dann, Elia musste dabei lächeln, kam die Nachricht von Gott zu ihm, zu Ahab zu gehen und ein Treffen am Karmel auszumachen. Elia und die Priester von Baal und
Aschera, und der König und so viel Volk wie möglich. Das war dann ein großes Wunder, wie Elia erfolgreich den Regen herbei betete. Die fremden Priester hatten keinen Erfolg.
Eigentlich hätte Elia jetzt froh und glücklich sein sollen. Doch Ahab ließ ihn weiter verfolgen. Elia hatte keine Energie mehr. Er lief, soweit ihn seine Füße trugen, mitten hinein in die Wüste. Dort legte er sich unter einen Ginsterstrauch, da hatte er Schatten und schief ein. Eigentlich wollte er sterben. Doch da berührte ihn plötzlich ein Engel und forderte ihn auf, zu essen und zu trinken. Elia tat dies und schlief weiter. Wieder kam ein Engel und weckte ihn auf. Wieder sollte er essen und trinken. Und dann sollte er sich auf den Weg zum Berg Horeb, dem Berg Gottes, machen. Ein weiter Weg. Elia tat es. Am Berg fand er eine Höhle, die gut als Nachtlager war. Da sprach ihn Gott an: "Was tust du hier Elia?" Elia erklärte sich: "Ich bin so weit gelaufen, wie ich konnte, zu dir. Es schaut schlecht aus in Israel. Ahab ist gegen mich und dich." Doch Gott sagte zu Elia: "Komm aus deiner Höhle, stell dich in den Eingang."
Elia tat, was ihm gesagt wurde. Kaum stand er da, da zog ein starker Sturm über den Berg. Doch Gott war nicht im Sturm. Es folgte ein Erdbeben. Doch Gott war nicht im Erdbeben. Es folgte ein Feuer. Doch Gott war nicht im Feuer. Dann kam ein sanftes, feines Flüstern. Elia verstand, was er da erlebte. Er zog seinen Mantel über sein Gesicht und trat einen Schritt hinaus aus der Höhle. Und Gott sprach ihn an: "Elia, was machst du hier?"
Wieder erklärte Elia: "So weit bin ich für dich gelaufen, alles habe ich für dich getan, Gott. Doch die Israeliten wollen nichts von dir wissen. Mich wollen sie umbringen."
Gott hörte sich das alles an und sagte dann: "Elia ich habe viele Aufträge für dich. Du musst einen zukünftigen König von Israel salben, das mit Ahab geht nicht mehr lange gut. Auch einen König im Nachbarland sollst du zum König salben. Und dann braucht es noch einen Nachfolger für dich, Elia. Ich habe Elischa dafür ausgesucht. Nimm ihn in deinen Dienst. Er soll bei dir lernen, ein Prophet zu werden.
Gestärkt ist Elia damals losgezogen. Gott hat die Israeliten nicht vergessen. Es geht weiter mit der Geschichte Israels und mit Gott.
Doch leichter wurde es deshalb, für Elia nicht unbedingt. Die Geschichte mit Nabot und dem Weinberg, der zum Garten für den Königspalast werden sollte war ja auch eine fiese Geschichte, in der Isebel mal wieder ihre Macht demonstrierte und Ahab einfach mitmachte.
Damals hat Elia Ahab die Nachricht von Gott gebracht, dass er, der König und die Königin einen schlimmen Tod sterben.
Das dauerte dann noch eine Weile, doch es kam wirklich so. Ahab hatte sich in einer Schlacht verkleidet, sodass er nicht als König erkannt wurde. Trotzdem traf ihn ein Pfeil zwischen seinen Rüstungsteilen. Er blieb noch lange in seinem Streitwagen aufrecht stehen, doch am Abend war er tot. Und wie Elia vorausgesagt hatte, leckten Hunde sein Blut auf.
Isebel lebte noch länger. Jehu, der Sohn des Königs Ahab, war nun König. Als er nach einigen Schlachten mal wieder nachhause kam, erwartete ihn Isebel. Sie schminkte sich und zog festliche Kleider an. Sie schaute aus einem Fenster des Palastes und beschimpfte Jehu schon auf dem Weg zum Palast. Jehu schaute nach den Menschen, die noch im Palast waren, und fragte sie: "Seid ihr für mich? Dann werft sie aus dem Fenster!"
So starb Isebel. Man konnte sie noch nicht einmal ordentlich begraben.
Elia hingegen starb ganz ruhig. Gott holte ihn zu sich. Elischa war bei ihm und viele andere Propheten, die sich zu Gott hielten, waren auch da. Elia hatte ganz unter Gottes Wort gelebt. Und jetzt lebte er bei Gott weiter. Die Propheten und Elischa waren traurig, aber auch zuversichtlich. Sie wussten, Gott ist uns nahe.
Ab nächster Woche erzähle ich euch von Jesus. Er hatte manchmal Sätze gesagt, die begannen mit: "Ich bin ....."
1 Kön 19,1-16; 1. Kön 22,29-38; 2. Kön 2,2-6; 2 Kan 9,30-37 i.A.
22.3. 2025