Esther und Simon - die Jesus-Detektive feiern in ihrer Familie ein Dank-Fest.

Erinnerst du dich noch an die Jesus-Detektive? Von denen erzähle ich dir heute wieder. Esther, die große Schwester und Simon, der kleine Bruder, das sind die Jesus-Detektive. Zur Familie gehört noch der Vater Micha, der sich so gut mit den Propheten auskennt, und die Mutter und die Oma. Heute ist bei denen Zuhause ein besonderer Tag. Mutter und Oma haben das ganze kleine Haus auf den Kopf gestellt. Alles wurde nach außen getragen. Auch die Schlafmatten wurden dann gut ausgeschüttelt und in die Sonne gehängt zum Lüften. Die Wohnfläche wurde gekehrt und mit etwas Wasser bespritzt, das macht die Räume kühler. Dann wurde alles wieder hineingetragen. Klar, dass Esther und Simon dabei mithelfen mussten. Dann wurde Esther zum Wasserholen an den Brunnen geschickt und Simon musste dem Vater bei den letzten Handgriffen auf dem Feld zur Hand gehen. Es sollten nochmals die großen Steine, die es überall gibt, an den Rand gelegt werden. Simon dachte heimlich, dass die Steine im Feld wachsen würden. Wie oft hat er schon große Steine an den Rand getragen. Und jedes Mal waren wieder neue große Steine da. Simon wusste, dass Steine nicht wachsen, doch das Ganze verwunderte ihn immer wieder aufs Neue. Der Vater war guter Dinge. Er freute sich. Heute Abend würden seine Familie und er ihr eigenes kleines Dank-Fest feiern. Die Ernte war eingeholt. Die großen Steinkrüge waren voll mit Getreide, getrockneten Feigen, Oliven und Öl. Es war ein gutes Jahr. Sie würden gut über die Ruhezeit der Felder und Bäume kommen und im nächsten Jahr würden sie wieder säen und ernten. Das Dank-Fest hatte sich der Vater ausgedacht. Er mochte den Psalm 145 so gerne. Immer wieder sprach er einzelne Verse daraus, z. B. wenn er ein Dankgebet vor dem Essen sprach. Der letzte Tag, an dem er draußen auf dem Feld arbeitete, war dann der Tag für das Dank-Fest.

Die Mutter und die Oma haben schon Tage getuschelt, was sie Köstliches für das Festessen vorbereiten würden. Ein Huhn wurde geschlachtet, soviel stand schon mal fest. Dass es Brot geben würde, war auch klar und Oliven und wahrscheinlich etwas gekochtes Gemüse. Vielleicht Weintrauben zum Nachtisch oder getrocknete Feigen. Wasser zum Trinken war auch klar, vielleicht ein Schlückchen Wein für die Erwachsenen. Das waren die Gedanken von Simon auf dem Heimweg; es lief ihm schon die Spucke im Mund zusammen. Er freute sich auf den Abend.

Esther kam vom Wasserholen zurück und summte das neu ausgedachte Lied, das sie und Simon als Überraschung für das Dank-Fest vorbereitet hatten.

Jetzt war die ganze Familie versammelt. Sie wuschen sich Hände und Füße und klopften den letzten Staub aus den Kleidern. Alle nahmen am Boden Platz und genossen die herrlichen Gerüche. Gebratenes Huhn, frisches Brot, ein Gemüseeintopf. Herrlich.

Dann fing der Vater an zu reden: "Wir wollen heute Gott danken, dass er uns Essen gibt. Wir wollen ihm danken, dass wir uns gegenseitig haben. Wir wollen ihm danken, dass wir gesund sind. Wir wollen ihm danken, dass wir Freunde haben."

Als er eine kleine Pause machte, war das der Moment für den Auftritt von Esther und Simon. Esther begann: "Vater, Simon und ich haben uns ein Lied ausgedacht. Wir wissen ja, dass du jetzt den Psalm 145 vortragen wirst. Da haben wir uns vorgestellt, dass du immer wieder eine Pause machst und wir das Lied dazwischen singen. Willst du es mal hören?"

Klar wollte das der Vater und die zwei Kinder fingen an zu singen:

            "Sing mit mir ein Halleluja, sing mit mir ein Dankeschön,

            denn im Danken, da liegt Segen, und im Danken preis ich ihn."

Der Vater strahlte: "Das habt ihr euch ja wunderbar ausgedacht. Das passt so gut zu dem Psalm 145. Ich zitiere immer ein paar Sätze und dann singt ihr euer tolles Lied."

Der Vater holte noch einmal Luft und dann fing er an:

"Ich will dich täglich loben, mein Gott und deinen Namen rühmen immer und ewiglich. Meine Kinder und deren Kinder werden dich loben und deine Werke preisen. Sie werden reden von deinen mächtigen Taten, von deiner großen Güte und deine Gerechtigkeit loben."

Dann machte er den Kindern ein Zeichen und sie fingen an zu singen:

            "Sing mit mir ein Halleluja, sing mit mir ein Dankeschön,

            denn im Danken, da liegt Segen, und im Danken preis ich ihn."

Dann sprach wieder der Vater:

"Gnädig und barmherzig ist der Herr, geduldig und von großer Güte."

Und die Kinder sangen wieder:

            "Sing mit mir ein Halleluja, sing mit mir ein Dankeschön,

            denn im Danken, da liegt Segen, und im Danken preis ich ihn."

Dann folgten wieder Verse aus dem Psalm:

"Aller Augen warten auf dich, Gott, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen."

Nun sangen auch die Erwachsenen mit:

            "Sing mit mir ein Halleluja, sing mit mir ein Dankeschön,

            denn im Danken, da liegt Segen, und im Danken preis ich ihn."

Und einen letzten Vers sprach der Vater:

"Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihm mit Ernst anrufen. Der Herr behütet alle, die ihn lieben."

            "Sing mit mir ein Halleluja, sing mit mir ein Dankeschön,

            denn im Danken, da liegt Segen, und im Danken preis ich ihn."

Und jetzt gab es endlich das köstliche Essen. Simon freute sich so. Wann gab es schon mal Hähnchenfleisch? So gut wie nie. Und ja, für die Erwachsenen gab es einen Becher mit Wein. Mama genoss es sichtlich.

Es wurde später als sonst. Alle aßen ausführlich. Die Kinder wurden noch wegen des schönen Liedes gelobt. Und als dann die Schlafmatten ausgerollt wurden, sind alle ganz schnell eingeschlafen.

Nächste Woche sind Ester und Simon als Jesus-Detektive im Einsatz. Sie hören, dass ganz viele Menschen satt wurden. Wie kam das wohl? Sie mussten ganz schön die Ohren spitzen, bis sie das herausbekamen.

Ps 145, Lied: Text und Melodie Thomas Eger, 1973

5.10.2024

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Die Jesus-Detektive: wie es kam, dass alle satt wurden.

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Gott ist für mich da.